Tag 26 : Melissa Beach -> Patras, Griechenland


on the way back home


Song des Tages: „Whatever“ Cro


„...Whatever! Bye, bye!
     Ich fühl mich so frei, frei!
     Ich will nicht mehr heim

     und mir ist scheißegal,
     was morgen kommt.

     Ich heb mein Glas und schrei:
     Bye, bye, ich fühl mich so frei, frei...“

Nach sieben Nächten auf einem Platz bekomme ich tatsächlich wieder Lust auf‘s Fahren, ausserdem muss ich dringend wieder nach Hause in den Alltag. Also verabschiede ich mich von meinem Paradies. Ich werde auf ewig daran denken!! Wunderbar.

Franz springt an, als ob auch er sich wieder auf die Straße freut, er hat kein Problem beim Ausparken aus dem Sand und langsam rolle ich vom Platz. Erstaunlich, wie fröhlich im Vergleich zur Einfahrt. Gefühlte Monate nach meiner Ankunft drehe ich die Anlage auf Vollstoff, biege singend auf die Hauptstraße und cruise Richtung Norden, das Meer linkerhand... Die Straße hat uns wieder: ist das schön!

Frappéstopp, logisch. Und während ich noch zwischen all den Männern im Café sitze und verwundert feststelle, dass ich tatsächlich (außer Krabbelgruppen-Treffs) kaum Frauen beim Kaffeetrinken gesehen habe, versuche ich zu realisieren, dass meine Reise jetzt zu Ende ist. Ich muss nach Hause, aber ich habe trotz meiner Traurigkeit über den Abschied vom schönen Dasein das gute Gefühl, den Kopf so überquellend voll zu haben, dass es erstmal bis zum nächsten Urlaub mit Sonne-Meer-Reisen reicht. Also steige ich in Franz und gebe Gas: die Fähre fährt ungefähr mittags, frühen Nachmittag – das schaffe ich...

In Patras erkenne ich gleich, wo ich damals, vor langer Zeit, angekommen bin, steuere straight den Ticketschalter an – und bin eine halbe Stunde später in der Warteschlange vor der Fähre. Ich habe noch genug Zeit, um mir einen Topf leckerer Nudeln zu kochen und freue mich wieder auf eine schaukelnde Nachtfahrt.

Mit nur einem einzigen anderen Camper stehe ich auf offenem Deck und trinke meinen vom Paradies mitgebrachten Plastikflaschen-Wein im Campingstuhl neben Franz sitzend, während ich in die Sterne und aufs Meer sehe...