Tag 47 & 48 : Weinlaube -> Am Bach, Slowenien -> München


genug.


Song des Tages: „Safe and Sound“ Azure Ray


„Ich bin schön, ich bin stark, ich bin weise, ich bin gut. Und ich habe das alles selbst entdeckt.“
Stanislaw Jerzy Lec


Der Morgen beginnt hier früh mit durchdringendem Hahnengeschrei – wahrscheinlich ist das seine Rache für die durchkläffte Nacht... Ich verabschiede mich vom fröhlich winkenden Chef und begebe mich direkt auf die Autobahn. Diesen Küstenabschnitt brauche ich mir nicht mehr anzusehen, es ist immer noch Hochsaison und ich weiß, dass ich mich hier nicht glücklicher mache. Also rausche ich auf der sehr gut ausgebauten Straße und nutze fast jede Raststätte als Kaffee-Stopp, weil mir vor Langeweile fast die Augen zu fallen... Immerhin ist der Stau auf der Gegenbahn und nicht in meiner Richtung, so dass ich „blitzschnell“ wieder auf slowenischer Seite bin.

Zufällig habe ich den selben Grenzübergang erwischt, wie bei der Herfahrt: ich bin einfach dem allerersten Landstraßen-Schild Richtung Slowenien gefolgt. So kann ich jetzt entscheiden: fahre ich wieder zu meiner Apfelbaum-Wiese, von der aus ich die tolle Kajaktour auf der Kolpa gemacht habe, oder nehme ich die neue, mir unbekannte Strecke... Neu gewinnt und so cruise ich noch mal mit total entspannter Musik auf der Landstrasse nach Gefühl in Richtung Norden und erfreue mich an diesem so weichen und gutmütigen Land.

An einer Bushaltestelle winkt mich ein Mann zu sich: ein deutscher Rentner, dem sein Wanderweg zu lang geraten ist. Ich fahre ihn zu seinem Hotel und finde auf seinen Tipp schon fast zu früh einen netten Rastplatz auf einer recht einsamen Wiese am Bach. Und als ich Franz und mich für die Nacht fertig mache, ist mir ganz klar: dies ist die letzte Nacht. Und ich bin glücklich. Diesmal fahre ich zurück, weil ich es so will, nicht weil ich muss...

 


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