Tag 07 & 08 : Bovec, Slowenien -> Funtana, Kroatien


Freuden mit Freunden


Song des Tages: „Koordinaten“ Luis Laserpower


„...und keiner hat den Plan,

     wohin wir fahrn
     und trotzdem komm ich klar,

     denn ich kenn meine Koordinaten!

     Wo willst Du hin,

     wenn das Navi nicht mehr kann,

     nicht mehr kann?
     Wo willst Du hin,

     wenn kein anderer mehr weiß, wo lang?

     Hey! Ich hab die Koordinaten im Kopf!...“

Nach der herzlichen Verabschiedung von den Paddler-Spezis und dem tollen Lehrer Ralph (Danke!) kurve ich mit dem steten Blick auf den Bach an „meiner“ Soca entlang, bis sie sich schlussendlich zu einem recht breiten und bräsigen Fluss verwandelt, aber immer noch diese unwirkliche Südsee-Farbe hat, die mich so unglaublich bannt. Slowenien ist mein Land: die wunderbaren, satten Hügel, dieser viele Platz, dieses Gepflegte, Geschätzte, Zufriedene... Ich kann gar nicht erklären, warum mich diese Landschaft so beruhigt.

Eine Stunde kostet mich der Stau vor der kroatischen Grenze: Warum eigentlich wird bei der Ausreise noch so getan, als lese man die Pässe? Verstehe ich nicht.

Kurz drauf erreiche ich jedenfalls das versprochene kühle Bier auf dem Balkon mit Meerblick und verbringe einen feinen Ratsch-Abend mit Freunden. Die Nacht verbringe ich mit Franz einfach auf dem Dorf-Parkplatz.

Am nächsten Morgen grüble ich beim Spaziergang im Hafen über die heikle, so schwierige Frage: "Wo willst Du hin?" Schwierig. Es böte sich die Gelegenheit, den easy Weg mit Wohlfühl-Garantie zu nehmen, wenn ich mich mit Freunden und SchwestA in Italien träfe, dort ein paar Tage feiere und dann die Fähre von Ancona nach Griechenland (zu meinem Paradies-Platz) nehmen würde. Sehr schöne Option. Aber....

...aber Leichtes, Gewohntes und Bekanntes zu erleben ist eben nicht der eigentliche Plan dieser Fahrt... Ich will/ muss Neues sehen, erleben, entdecken - eben raus aus der Komfortzone...

Also: nach dem herrlich verbummelten, wahnsinnig tiefenentspannten Tag auf der Terrasse, am Strand, in der Kneipe werde ich mich weiter Richtung Süden begeben.

Allein und auf neuen Wegen.