Tag 13 : Danzig again


Und: fast schon verliebt.


Song des Tages: „Late in the evening“ Paul Simon (Danke, Franzi!)


 


Eher zufällig hatte ich im Internet die Führungen von Andreas/ 3citytour  gefunden und bin gleich Feuer und Flamme, mir Danzig richtig zeigen zu lassen. Leider hat er keine Zeit, lädt mich aber lieberweise („als Entschädigung“) zu Danzigs leckerstem Kaffee ein. Hach: ist das nett! Um 10 treffe ich ihn also im Café Drukarnia in Danzigs schönster Gasse, von der ich am Tag vorher schon ganz verzaubert war. Das Café war mir auch schon aufgefallen, weil es inmitten der typischen Touristenlokale deutlich heraussticht und mein Grafikerherz sehr erfreut! Ist das toll hier, wirklich ganz nach meinem Geschmack - und die Espresso-Tonic-Kombi schmeckt hervorragend zum grandiosen Käsekuchen!

Andreas sprudelt über vor spannenden Geschichten und so genieße ich einen wirklich wunderbar lustigen Vormittag. Ich nutze den traumhaften Sommertag, um die auf dem Plan eingezeichneten Tipps anzuradeln und mache dann noch die klassische (auch sehr lehrreiche und unterhaltsame) Führung der Touristeninformation zu Fuß mit.

Dank meiner Radl-Mobilität kann ich ordentlich „Strecke machen“ und mich auch weit ausserhalb der abgezirkelten Touristen-Meile umgucken, wo ich durch etwas verfallenere Wohnblöcke und coole Kneipen trudle. Es macht mir supergroßen Spaß, mich durch eine wirklich heimelige, sympathische Stadt treiben zu lassen... und ich fasse den Plan, möglichst bald nochmal hierher zu kommen.

Aber was mich wirklich am meisten erfreut: alle, wirklich alle sind unfassbar freundlich. Die Tram-Schaffnerin führt mich persönlich zu dem Platz, wo das Rad am besten stehen soll, der „Wassertram-Matrose“ wartet auf mich, als ich um die Ecke gelaufen komme und hebt mir den Ernie über die Reling, ich bekomme lauter nette Kommentare zu meinem wirklich störenden Rad in der Tram und wenn ich dann bedeute, dass ich leider nichts verstehe, ein sehr ehrliches Lächeln mit langem, klaren Blick in die Augen. Sehr, sehr schön, hier.