Tag 19 : Fähre (Amsterdam) -> Hoeg van Holland (bei Rotterdam)


good bye! see you...


Song des Tages : „ella's moonshine" max jury


Welkom Holland! Ach, schon wieder an Land...das ging fast zu schnell.  Es regnet in Strömen (Himmel weint mit mir wegen des Abschieds...) und es kommt mir so vor, als sei ich gestern erst hier eingestiegen!

 

Ich sause auf der Autobahn dahin und bin doch erstaunt, dass ich keine Minute gebraucht habe, um mich selbstverständlich auf der rechten Spur einzuordnen. Witzigerweise habe ich in Schottland immer mal wieder mehrsprachige Hinweisschilder aufs Linksfahren gesehen (nach den Fähranlegern): hier steht noch nicht mal im Hafengebiet ein Schild.

 

Ich fahre an der erstbesten Autobahnraststätte ab, weil ich hier erstmal den weiteren Plan fassen will. Meine Lieblingsblogger (www.stranddeko.com), absolute Stellplatz-Experten in dieser Gegend, hatte ich um einen Tipp gebeten und sie schicken mich zum "Schiffe gucken" in die Gegend um Rotterdam. Ich entscheide mich für den tollen Parkplatz in Hoeg van Holland, während ich zutiefst beeindruckt von dieser Raststätte bin. Gibt es eigentlich irgendwas in Holland, was nicht SCHÖN ist? Das Geschirr, die Speisen, die Menschen, das Restaurant, die Aussicht - selbst die Toilettenbeschriftung... alles so unglaublich stilvoll durchgestylt... Hach. Inspirierend und toll!

 

Kurz darauf finde ich den Stellplatz und gucke wirklich begeistert den im Minutentakt vorbeiziehenden Schiffen zu. Aber dann ersteinmal aufs Ohr legen. Endlich mal wieder einen Mittagsschlummer! Richtige Entscheidung: ich habe glatt den Regen verpennt. Ich schnappe Ernie und radle die lange Strandpromenade auf den Pier, entlang des eeeewig weiten Sandstrands und durch die (wahnsinnig schönen!) Strandbars (hui: hier scheint was los zu sein im Sommer, wenn man die Zahl der Stühle sieht...). Der Wind pfeift, die Kiter üben auf dem Trockenen, die Familien graben sich gegenseitig im Sand ein und ich sitze ewig am Ende des Piers, bekomme Besuch einer vorwitzigen Möwe und starre in die Brandung. Herrlich!

 

Mit ewigem Sitzen auf dem Mäuerchen vorm Franz bei fast lauen Temperaturen genieße ich den Abend. Das nenne ich einen gelungenen Abschied von Meer und vom Urlaub. Die Zeit ist um, ab morgen geht es auf direktem Wege heimwärts.

 

Welch unfassbare Schönheit der Landschaft, welch absolute Heiterkeit der Menschen, Freundlichkeit, Höflichkeit. An allen Plätzen durfte ich nur entspannte, superruhige Geborgenheit spüren. Unbeschreiblich schöne Strecken, die tatsächlich den zweiten (!) Platz meiner Top 5 der tollsten Straßen gewonnen haben - besser geht's nicht.

 

Danke!

 

 




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